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Achtung!! Dieser Blog ist umgezogen. Ab jetzt schreibe ich auf http://growthbystory.de/.

Montag, 24. August 2009

Rückblick auf das erste Planning Barcamp

Am vergangenen Freitag fand das erste Hamburger Planning Barcamp in der Miami Ad School statt. Die Idee hatte ich mit einem Freund im Frühjahr entwickelt und mich anschließend neben dem Job in die Organisation geworfen.


Um so gespannter habe ich dem letzten Freitag entgegengefiebert, der ohne die Unterstützung der Veranstaltungspartner nicht stattgefunden hätte. DRAFTFCB hat das Catering übernommen, die Miami Ad School hat kostenfrei einen Raum gestellt und meinem Arbeitgeber Faktor 3 hat mir die nötige Zeit für die Organisation eingeräumt. Vielen Dank dafür!

Das erste Planning Barcamp stand unter dem Motto "Denken dürfen". Vierzehn Planner aus Hamburger Agenturen haben bis in den späten Nachmittag angeregt und über Hierarchieebenen hinweg über Denkfehler, Denkblockaden, Fehlerkultur, Marktforschung, Inspiration und die Agentur der Zukunft diskutiert. Ihr Feedback auf die Veranstaltung war durchweg positiv.

Ich selber habe in meinem kurzen Vortrag gezeigt, wie sich Erfahrungen aus der Kampfkunst Aikido auf das Konfliktmanagement im kreativen Prozess beziehen lassen.

Die Veranstaltung habe ich zusammen mit Martin Klümper auf einem Liveblog dokumentiert. Dort werde ich in den nächsten Tagen auch kurze Videobeiträge von den Teilnehmern einstellen.

Einziger Wermutstropfen des Veranstaltungstages: Einige angemeldete Teilnehmer haben sehr kurzfristig abgesagt. Immerhin haben sich alle persönlich abgemeldet.

Alles in allem hat mir die Organisation des Barcamps großen Spass gemacht. Und ich habe einiges daraus gelernt:

Die Idee, dass jeder Teilnehmer einen Kurzvortrag zum Barcamp mitbringt hat sich bewährt. Sie mag zwar eine Hürde für einige der Teilnehmer gewesen sein, die kurzfristig abgesagt haben. Dennoch haben die Kurzvorträge die Veranstaltung belebt und zu ehrlichen Diskussionen geführt, die auf Konferenzen eigentlich immer ausbleiben.
Allerdings ist mehrfach der Wunsch geäußert worden, dass Thema des Barcamps beim zweiten Mal weniger offen zu gestalten.

Die gewonnenen Erfahrungen lasse ich jetzt erstmal sacken, bevor ich das nächste Barcamp im kommenden Frühjahr angehe. Dann inklusive einer eigenen Mixxt Community.


Dienstag, 18. August 2009

Blockadenbrecher. Wenn Ideen nicht kommen wollen.

Die Furcht vor dem weißen Blatt kennt jeder. Sie ist normal. Außer vielleicht für Amir Kassai, den die Welt in einem Interview unlängst als Deutschlands kreativsten Werber bezeichnet hat. Das Geheimnis seines Erfolges: Er musste als Kindersoldat im ersten Irakkrieg seine Angst aufgeben.

Keine schöne Vorstellung. Deshalb schlage ich vor auf Kriegserfahrungen zu verzichten und Wege zu suchen, produktiv mit der Weißblattfurcht umzugehen.

Es gibt viele Gründe, warum die Kreativität nicht fließen will: schechtes Briefing, unkonkrete Aufgaben, Zeitdruck, zuwenig Informationen, Verständnisprobleme usw.

Doch die meisten Blockaden sind emotionaler Natur. Sie lassen sich fast immer auf die Angst zu Scheitern zurück führen.



Kurzum: Das Blatt, die PowerPoint Folie oder die Anzeige bleibt leer, weil die Furcht übertrieben groß ist, sich mit dem Ergebnis lächerlich zu machen und die hart erarbeitete Anerkennung zu verlieren.

Erst mit Gelassenheit und Vertrauen auf die eigenen kreativen Fähigkeiten lässt sich die Blamagenpanik realistisch einzuschätzen. Dabei muss man sich vor Augen halten: Jede Idee hat das Potential ein Erfolg zu werden - außer der, die nie ausgesprochen wird.

Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Zumal es uns im Alltag oft an Gelassenheit fehlt. Das behauptet jedenfalls der Philosoph Alain de Botton. In seinem Vortrag auf der TED Konferenz analysiert er, warum modernen Gesellschaften die Gelassenheit verloren gegangen ist und rät uns, unsere Vorstellungen von Gewinnen und Verlieren ernsthaft in Frage zu stellen. Nicht jeder Mißerfolg stempelt einen lebenslang als Looser ab.



Gut zu wissen, oder? Aber was kann man tun, wenn wirklich eine Idee schnell gebraucht wird?

Kreativitätstechniken sind das Aspirin der Ideenfindung. Ein schnelles, kurzfristiges Mittel um Blockaden zu lösen. Langfristig erfolgreicher ist es hingegen, die emotionalen Hindernisse zu akzeptieren und eigene Wege zu trainieren, sie zu umschiffen.

Die amerikanische Bestsellerautorin Elizabeth Gilbert stellt sich beispielsweise ihre Kreativität als unkontrollierbare 'Fee' vor, die ihre Arbeit mit Feenstaub belegt. Die launige Fee schwirrt um Gilberts Texte herum und man kann die durchaus anschreien, wenn trotz aller Bemühungen keine Idee kommen will.

Keine Sorge - Elizabeth Gilbert hat keine tiefgreifenden mentalen Probleme. Es ist eine Metapher. Sie soll die Autorin daran erinnern, dass es nicht ihre Schuld ist, wenn der zündende Gedanke nicht sofort da ist. So kann sie loslassen, eine kurze Pause machen und inspiriert an den Schreibtisch zurückkehren. Mit einer Idee.

Montag, 3. August 2009

Cut the Crap - Ausblick auf das Marketing

"Cut the crap!" sagen Amerikaner, wenn Ihnen zu viel gefaselt wird. Diesem Schlachtruf folgen auch die Folien des Planners Paul Isakson. Er wirft dem Marketing vor, sich in einer Markenblase verloren zu haben. Man habe vor lauter Botschaften vergessen, sich für Kunden und gute Produkte zu interessieren. In einer vernetzten Welt müssten Marketeers aber ernsthafter über Relevanz, Kundenverständnis und Feedback nachdenken.


Aber mal ganz ehrlich: Ist das Neu?